Sicher starten in den ‚Ernst des Lebens’

In vielen Unternehmen hat das Ausbildungsjahr bereits begonnen oder startet demnächst. Auch in den Universitäten und Fachhochschulen werden sich die Hörsäle bald wieder mit ‚Erstis’ füllen. Für zahlreiche junge Leute bedeutet das den Auszug aus dem Elternhaus oder das erste eigene Gehalt. Zum ersten Schritt in den ‚Ernst des Lebens’ gehört auch der eigene Versicherungsschutz. Doch welche Versicherungen brauchen junge Erwachsene wirklich?

In der ersten eigenen Wohnung sammelt sich schon einiges an, das es zu schützen gilt. Wohnt man noch bei den Eltern oder zieht nur für die Dauer der Ausbildung oder des Studiums aus, schützt weiterhin deren Hausratversicherung. Ist der Auszug aber endgültig, ist der Abschluss einer solchen Versicherung unerlässlich. „Natürlich sollte zudem die eigene Person abgesichert sein“, betont Provinzial-Geschäftsstellenleiter Peter Leusenrink aus Herne. „Hierzu benötigt jeder junge Erwachsene eine Krankenversicherung sowie eine Unfall- oder Berufsunfähigkeitsversicherung.“ In der gesetzlichen Krankenkasse sind Kinder, die studieren, bis zum 25. Lebensjahr durch ihre Eltern mitversichert. In der Berufsausbildung oder mit Aufnahme einer Berufstätigkeit wird man jedoch sozialversicherungspflichtig und muss die Beiträge zur Krankenkasse selber tragen.

„Ein Thema, an das junge Erwachsene häufig noch gar nicht denken, ist die Berufsunfähigkeit“, erklärt Peter Leusenrink. „Scheidet man aber aufgrund eines Unfalls oder einer Krankheit frühzeitig aus dem Beruf aus, kann eine Berufsunfähigkeitsversicherung helfen, die finanziellen Folgen zu bewältigen“. Auch die Altersvorsorge scheint in jungen Jahren noch sehr fern. „Der Berufseinstieg ist jedoch ein sehr guter Zeitpunkt für den Beginn mit der privaten Vorsorge, da so langfristig mit relativ geringen Aufwendungen eine solide private Rente für das Alter erwirtschaftet werden kann“, so Peter Leusenrink.

Neben dem Beruf sollte natürlich auch die Freizeit nicht zu kurz kommen. Aber gerade hier lauern Gefahren eines Unfalls, für dessen Folgen keine gesetzliche Unfallversicherung aufkommt. Eine private Unfallversicherung hilft, die finanziellen Folgen zu bewältigen.

Wer bereits ein eigenes Auto hat, benötigt eine Kraftfahrtversicherung. Diese kann beispielsweise eine Kfz-Haftpflicht-, eine Kasko- sowie eine Insassenversicherung umfassen. Vor allem im Straßenverkehr ziehen Unfälle sehr schnell Rechtsstreitigkeiten nach sich. Um den hohen Kosten, die hier entstehen können, entgegenzuwirken, empfiehlt Peter Leusenrink auch jungen Erwachsenen bereits eine Rechtsschutzversicherung. Aber nicht nur im Straßenverkehr kann es passieren, dass man das Eigentum Dritter beschädigt. Für selbst verursachte Schäden muss jeder selbst gerade stehen. „Erst, wenn junge Erwachsene die Ausbildung beendet haben oder heiraten, müssen sie eine eigene private Haftpflichtversicherung abschließen“, so Leusenrink. Außerdem ist zu beachten, dass viele Versicherungsgesellschaften die Mitversicherung von Kindern vom Alter abhängig machen, also beispielsweise nur bis zum 25. Lebensjahr.