Frühzeitige Fahrroutine erhöht Sicherheit

Er ist ein Erfolg – der Führerschein mit 17, wie das „Begleitete Fahren“ im Volksmund genannt wird. Was seit 2004 in allen Bundesländern im Modell erprobt wird, soll 2011 der Normalfall sein: Schon wer 16,5 Jahre alt ist, kann mit der Fahrausbildung für einen Pkw beginnen und einen Monat vor seinem 17. Geburtstag die Prüfung ablegen. In der Bescheinigung lässt er eintragen, wer ihn auf seinen Fahrten begleiten wird. Denn ohne einen Beifahrer, der mindestens 30 Jahre alt ist und seit fünf Jahren einen Führerschein besitzt, läuft zunächst nichts. An seinem 18.Geburtstag beantragt der Führerscheinneuling dann nur noch die Umwandlung der vorläufigen Fahrerlaubnis in eine dauerhafte.

Die behutsame Heranführung der jungen Autofahrer an die Gefahren des Straßenverkehrs verbessert die Fahrsi-cherheit erheblich. Das zeigt die Auswertung des Führerscheins mit 17 in einer niedersächsischen Modellregion.Wie wichtig Vorbeugung ist, weiß auch die NRW-Polizei. Seit 2005 klärt sie in Schulen und Jugendeinrichtungen über die Gefahren von Raserei auf. Mit Erfolg: Seit 2005 verringerte sich die Zahl der im Straßenverkehr getöteten 18- bis 24-Jährigen um mehr als ein Viertel. Und dennoch: 2009 starben in NRW 110 junge Menschen bei Autounfällen, 14.100 wurden verletzt. Unser Tipp: ein Fahrsicherheitstraining für Fahranfänger. www.adac.de/fahrsicherheitstraining
 

Quelle: Provinzial Aktiv 11/10
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