Neubau und Modernisierung - Zinsen auf Rekordtief
Do it yourself! Tapezieren, Dach isolieren, Fliesen in Bad und Küche selbst verlegen, Innentüren einbauen, Rohre und Leitungen verlegen, ohne sie zu installieren: „Durchschnittlich begabte Nicht-Handwerker können die reinen Baukosten einer Immobilie durch Eigenleistungen leicht um fünf bis zehn Prozent reduzieren“, sagt Christian Schröder, Pressesprecher bei der LBS Westdeutsche Landesbausparkasse in Münster.
Günstiger finanzieren
Der Zeitpunkt für den Bau der eigenen vier Wände ist günstig. Die Zinsen für Baugeld sind niedrig und die Förderung über die Eigenheimzulage bleibt vorerst bestehen. Wer Eigenleistung übernimmt, die als Kapitalersatz in die Finanzierung mit einfließt, kann die Kosten weiter reduzieren. Allerdings sollten Häuslebauer die eingesparten Beträge realistisch kalkulieren. Ungeübte Laien benötigen für die Arbeiten erheblich mehr Zeit als Profis. Und wenn der geplante Umzugstermin verschoben werden muss, weil notwendige Arbeiten noch nicht erledigt sind, dann wird aus Do it yourself schnell ein Zuschussgeschäft. Auch eignet sich nicht jede Aufgabe zum Selbermachen. Fliesen etwa erfordert einiges an Geschick. Wenn ein Profi nacharbeiten muss, weil die Fliesen am Boden brechen, hat sich der Einsatz ganz sicher nicht gelohnt. „Arbeiten an Gas, Strom oder Wasser sollten ganz den qualifizierten Fachleuten vorbehalten bleiben“, sagt LBS-Experte Schröder. Denn Laien riskieren nicht nur hohe Folgekosten, wenn etwas schief läuft. Im schlimmsten Fall setzen sie sogar ihr Leben aufs Spiel.
Risiken minimieren
Wohl dem, der von Freunden beim Bau der eigenen Immobilie unterstützt wird. Sie können wesentlich dazu beitragen, dass der Neubau finanzierbar bleibt. Wichtig dabei: Die ehrenamtlichen Helfer sollten selbstverständlich vernünftig abgesichert sein. Der Tipp des LBS-Experten: Architekten und Bauträger einbinden und die Gewährleistung sichern. Zudem ist es ratsam, jeden Helfer bei der Bauberufsgenossenschaft zu melden. Dann ist er auch gesetzlich unfallversichert. Schröder: „Hier zu sparen, wäre grobe Fahrlässigkeit.“
Quelle: Provinzial Aktiv, Ausg. 1.
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