Im Ausland leben: Der richtige Versicherungsschutz
Mehr und mehr Menschen entscheiden sich, eine Zeit lang in einem anderen Land zu leben oder zu arbeiten. Laut Statistischem Bundesamt wanderten 161.100 Deutsche im Jahr 2007 aus. Und noch mehr Menschen verließen für zwei Monate oder länger ihre Heimat – rund 640.000 Umzüge ins Ausland zählten die Statistiker. Bevor die Koffer gepackt werden, sollte das passende Versicherungspaket geschnürt werden, rät das Informationszentrum der deutschen Versicherer in Berlin. Vor allem eine Auslandsreise- Krankenversicherung sei für Auslandsreisende unerlässlich, damit sie nicht auf den Behandlungskosten sitzen bleiben.
Wer seinen Job kündigt oder für eine Zeit unbezahlten Urlaub nimmt, sollte sich selbst freiwillig versichern, weil die gesetzlichen Sozialversicherungen – also Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung – durch den Arbeitgeber wegfallen. Dann besteht Versicherungsschutz in einem EU-Land, in Island, Liechtenstein, Norwegen oder der Schweiz – unabhängig von der Dauer des Aufenthalts. Wer länger als drei Monate im Ausland bleiben will oder wer eine Arbeit sucht, kann sich bei der Sozialversicherung des Gastlandes anmelden. Wichtig hierbei: Fragen Sie nach, welche Leistungen übernommen werden und welche nicht. Bei Bedarf können Sie eine Zusatzversicherung für medizinische Leistungen abschließen. Ein Rücktransport sollte aber unbedingt mitversichert werden, da die gesetzliche Krankenversicherung dafür keinen Versicherungsschutz übernimmt. Und wer überlegt, wegen eines längeren Auslandsaufenthaltes seine bestehende Krankenversicherung zu kündigen, sollte vorher mit seinem Versicherer über eine Anwartschaftversicherung sprechen, damit man nach der Rückkehr wieder in den alten Vertrag einsteigen kann.
Quelle: "Provinzial Aktiv", Ausg. 9/09
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